critic

FacebookTwitter

Der Künstler Denis Sedat Klatt wurde am 31.5.1978 im Großraum Dortmund geboren.

Als Sohn eines vielfältigen Elternhauses erhielt er seit Geburt an gemischte ethnische,
traditionelle und kulturelle Einflüsse, die sich schon früh in seinen kreativen Werken äußerten.
Der Künstler ist Autodidakt. Öl, Acryl, Kreide werden erfahren, durch unzählige Versuche
begriffen, nicht „gelernt“.

Die freischaffende Arbeit entsteht ab 1984 dann auch konsequent als Ausdruck der Auflehnung gegen
starre Prinzipien und versteinerte Ideen, als Ausbruch aus der Enge der ihn umgebenden funktionellen
Sichtweise. Durch die urbane Landschaft des Ruhrgebietes inspiriert, prangert er durch seine Werke
die Zweckmäßigkeit der Architektur an, die versteckte Schönheiten der Stadt in den Hintergrund drängen.
Seine Kunst wurde Teil der Stadt, indem er ihr seinen Stempel aufdrückt. Das Wort ist zunächst
sinngebender Bestandteil seiner Werke, später wird es die Figur. Der Wandel von der wortgebenden
Schöpfung hin zur Figur entspricht dem Anspruch des Künstlers: Die Figur fordert auf, zu denken,
sie präsentiert den Gedanken nicht auf dem Tablett, sondern gibt Raum und Freiheit zu „inter“-pretieren,
zum Dialog.

Denke, erst dann bist Du. 2004 als wegweisendes Jahr. Aufnahme in den Künstlerbund „Schiefer Turm“ Kamen,
nur wenig später bereits Zeichenuntericht für das Kunstreferat der Stadt Bergkamen. Der Autodidakt, leitet
nun junge Künstler an, zeigt Techniken, verdeutlicht das Verständnis für Kunst, lehrt, die Stadt und ihre
Gedanken zu atmen. Ebenfalls 2004 Studium des Kommunikationsdesign in Düsseldorf, Aufnahmeprüfung mit der
Bestnote der Prüfungsgruppe.

2005. Die Kunst schreitet fort. Sie entströmt dem Künstler, wird zum Künstler – die ersten Selbstportraits
geben Zeugnis hiervon. Kunst wird zur Kommunikation, sie teilt sich dem Betrachter mit, fragt ihn, regt
ihn an, begleitet ihn unbewusst wie eine Idee, die sich später in der Tat manifestiert.
Die Werke werden ein Spiegelbild des Künstlers selbst – sie reflektieren auf der einen Seite harmonische
und auf der anderen Seite selbstzerstörerische Tendenzen. Sie reflektieren das Leben wie ein Schachbrett.
Stehst Du auf einem schwarzen Feld, gehe weiter, bis Du ein weißes erreicht – stehst Du auf einem weißen,
sei Dir bewusst, dass ein schwarzes folgen wird.

2006. Galeriearbeiten und Aufträge ergänzen und geben Raum für den unmittelbaren Dialog mit dem Betrachter.
Die Arbeitsphasen sind stets limitiert – ein Markenzeichen des Künstlers. Keine Phase gleicht der anderen.
Die Entwicklung schreitet fort. Experimentelle plastische Arbeiten kommen hinzu, eröffnen skulpturell den
dreidimensionalen Raum und beschreiten die begrenzte Sphäre der Leinwand.

2006 – 2009. Wie die Grenzen der Leinwand verschwimmen, so auch die Grenzen der Stadt. Ausstellungen u. a.
in Dortmund, München, Hamburg, Köln, Gütersloh, Chemnitz, Weil am Rhein, Wiesbaden und Lüdenscheid sind
Wegbereiter für Anfragen aus Basel, Rom, Mailand, Neapel, Amsterdam, Arnheim, Prag und Izmir.

2009. Kunst ist Revolution, Widerstand gegen die Lethargie der Gedanken. Weitere Konzepte werden folgen.

Text : Dr. Gau  2009